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12.08.2016, 11:36 Uhr | Thüringer Landtag
Landtagspräsident erinnert an Mauerbau vor 55 Jahren
Carius: Mutiger Widerstand gegen Mauer
Bundesarchiv, Bild 173-1282 / Helmut J. Wolf / CC-BY-SA 3.0
„Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten. Mit dieser faustdicken Lüge hatte der damalige DDR-Staatsratsvorsitzende Walter Ulbricht im Juni 1961 die Vorbereitungen des Mauerbaus zwischen Ost- und Westdeutschland zu verschleiern versucht. Rund zwei Monate später begannen die Bauarbeiten zur so genannten Abriegelung der Sektorengrenze. Das war vor 55 Jahren.“ Daran erinnerte heute (Freitag) in Erfurt Landtagspräsident Christian Carius anlässlich des Beginns des Mauerbaus am 13. August 1961.

„Mindestens 138 Menschen“, erklärte Carius, „wurden zwischen 1961 und 1989 an der Berliner Mauer getötet oder kamen im Grenzgebiet ums Leben*. Es war der Widerstand unserer Bürgerinnen und Bürger, ihre Wut und Verzweiflung, die die Mauer zu Fall brachte. Der 9. November 1989 bleibt historisch unverrückbar mit der Deutschen Einheit verbunden.“

Hintergrund

Über 28 Jahre lang trennte die Mauer die Menschen in Ost und West. Sie führte rund 1.400 Kilometer mitten durch Deutschland. Die Berliner Mauer wurde 1989 aufgrund des großen Drucks der Bevölkerung geöffnet. Damit war das Ende der DDR besiegelt. Der Mauerfall ermöglichte 1990 die staatliche Einheit Deutschlands.